Eine Kirche blüht auf

Die Restaurierung der Kanzelwand

Projekt Beschreibung

Als die Bergkirche am 1. November 1893 eingeweiht wurde, waren die Eintretenden überrascht und angetan von ihrer künstlerischen Ausgestaltung. Sie fanden einen reich dekorierten Raum vor, der sich von dem oftmals schlicht und nüchtern wirkenden Erscheinungsbild reformierter Kirchen erkennbar unterschied. Bei aller gebotenen Konzentration auf die Sache und das ihr Zweckentsprechende und Nützliche wollten die Erbauer der Bergkirche das Ästhetische nicht vergessen, indem sie einen einfachen, aber nicht anspruchslosen, sondern würdig geschmückten Versammlungsraum für die Gemeinde schufen.

Zur künstlerischen Ausgestaltung gehörte ursprünglich auch die Bemalung der nördlichen Wandseite hinter der Kanzel. Neben einem Blütenfries und zahllosen Pflanzenornamenten zeigte sie im Bogen über der Orgel die ornamental eingefassten Sinnbilder der vier Evangelisten. Die Wandmalereien harmonierten dabei in Farbgebung und Thema mit den übrigen Schmuckelementen: mit den farbigen Fenstern, den Schnitzereien an Türen und Bänken oder den Verzierungen an Säulen und Kanzelpostament. Der gesamte Innenraum sollte als Einheit, als »Gesamtkunstwerk« erfahren werden und wirken.

In den 1950er Jahren jedoch wurden die Wandmalereien bei Renovierungsarbeiten zur Beseitigung von Kriegsschäden vollständig weiß überstrichen. Der gestalterische Zusammenhang des Innenraums geriet dadurch aus dem Blick.

Bei den Vorbereitungen für die erste umfangreiche Renovierung der Bergkirche wurde im Frühjahr 2009 eine restauratorische Befunderhebung durchgeführt. Sie ergab, dass die ursprüngliche Bemalung und Farbgebung an der Kanzelwand unter den darüberliegenden Schichten erhalten geblieben war und sich in einem stabilen Zustand befand.

Der Gemeinde war schnell klar: die alten Malereien und die frühere Farbigkeit sollten wieder freigelegt und sichtbar gemacht werden. Klar war aber auch, dass sie die Kosten für die Restaurierung zusätzlich zu den Ausgaben für das Bau- und Sanierungsvorhaben nicht selbst tragen kann.

Der Kirchbauverein hat die Aufgabe übernommen, Mittel zur Refinanzierung der Restaurierungsmaßnahme einzuwerben, durch die Beantragung von Fördermitteln,  Spendensammlungen, Benefizkonzerte, Mitgliedschaftsbeiträge und mehr.

Zum Jahresende 2011 waren die Restaurierungsarbeiten an der Kanzelwand abgeschlossen. Bei der Wiedereröffnung im April 2012 sollte die Bergkirche dann in ihrem früheren Glanz erstrahlen.

Der Kirchbauverein bedankt sich für die namhafte Förderung und für alle großen und kleinen Spenden, die zur Finanzierung dieses schönen Vorhabens beigetragen haben. Die Restaurierungskosten in Höhe von 114 000 Euro konnten so schon fast vollständig aufgebracht werden.

Aktuell ist noch ein Restbetrag von 3 000 Euro zu finanzieren.

Finanzierungsstand: 97 % (111 000 Euro)
  • Gesamtkosten: 114 000 Euro
  • Restbetrag: 3 000 Euro

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Presseschau: NOZ vom 10.12.2011

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